Bevölkerung in Sachsen-Anhalt

von Roman Dreessen und Bjarne Stocksmeyer

Foto: Jan Woitas/dpa

Die 8. Regionalisierte Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt zeugt von keiner glorreichen Aussicht für das Land. Immer weniger, immer ältere Menschen. Um zu verstehen, wie diese Entwicklungen zustande kommen und welche Folgen sie haben, braucht es einen Blick auf viele Zahlen und auch ein bisschen in die Geschichte Sachsen-Anhalts.

322.199 ist in jeder Hinsicht eine hohe Zahl. Wenn es um 322.199 Einwohner geht, dann wäre eine Stadt von diesem Format auf Rang 20 der größten Städte in Deutschland. In Sachsen-Anhalt machen 322.199 Einwohner rund 15% der Gesamtbevölkerung aus oder in etwa die zusammengerechneten Einwohner der beiden kreisfreien Städte Magdeburg und Dessau-Roßlau. Genau so viele Einwohner eben soll das Land Sachsen-Anhalt bis 2040 verlieren. So nimmt es zumindest das Statistische Landesamt in der 8. regionalisierten Bevölkerungsprognose an.

Diese Prognose veröffentlichten sie am 27.05.2025. Von diesem Verlust seien sowohl alle kreisfreien Städte als auch die Landkreise betroffen. Und das obwohl seit 2014 im Land ein positives Wanderungssaldo verbucht wird. Der Unterschied zwischen Fort- und Zuzügen im Land ist also seit elf Jahren positiv. Wie kommt das Statistische Landesamt zu dieser Prognose und was bedeutet es eigentlich für das Land Sachsen-Anhalt, wenn die Einwohnerzahl im Vergleich vom 31.12.2022 von 2 150 239 auf 1 828 040 Personen sinken soll? Wie kann die Landespolitik darauf reagieren? Und ist Sachsen-Anhalt ein Einzelfall in Deutschland, dem die Einwohner ausgehen?

Aber erstmal langsam. Wie funktioniert so eine Bevölkerungsprognose überhaupt? Sebastian Günther ist Leiter des Dezernats Bevölkerung, Mikrozensus, Wirtschaftsrechnungen beim Statistischen Landesamtes und er erklärt die Bevölkerungsprognose folgendermaßen, „unsere Annahmen basieren auf den Jahren 2020 und 2022, dass heißt wie waren die Iterationen in diesen Basisjahren. Wie viele Geburten und Sterbefälle gab es? Wie verhielt sich die Wanderung innerhalb des Landes, mit dem Bundesgebiet und mit dem Ausland?“. Aus diesen Faktoren werden dann also verschiedene Annahmen gezogen, nicht nur wie viele Einwohner Sachsen-Anhalt in der Zukunft dazu gewinnt oder verliert. Sondern auch wie sich das Durchschnittsalter der Menschen verändert. In einer kurzen Formel formuliert Günther es folgendermaßen: Ausgangsbevölkerung plus Geburten minus Sterbefälle plus Zuwanderung minus Abwanderung. Dies ergibt schließlich das Folgejahr und die weiteren Jahre.

Was heißt das jetzt für das Land Sachsen-Anhalt? Bis 2040 soll die Bevölkerung sinken, der gesamte Wanderungssaldo von 1991 bis jetzt ist sogar mit rund 32.000 weit im positiven Bereich. Zuerst einmal muss gesagt werden, dass die Prognose vor allem so negativ ausfällt, da es ein enormes Geburtendefizit gibt. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erlebte das Land einen starken Rückgang in der Reproduktion. Seit 1991 zeichnet sich in den Zahlen der Geborenen und Gestorbenen ein klarer Trend ab. So gab es 1991 kurz nach der Wiedervereinigung 19.459 Lebendgeborene. Diese Zahl sinkt bis in das Jahr 2024 auf 12.526 Lebendgeborene. Die Zahl der gestorbenen Menschen hält sich seit 1991 aber konstant bei über 30.000 Menschen jährlich. Also simpel gesagt werden zu wenig Menschen geboren, um die Masse an Verstorbenen auszugleichen. Dem können auch nicht die hohen Zahlen in der Zuwanderung vor allem im Zuge der vergangenen Flüchtlingskrisen entgegenwirken.

Der Verlust von gebärfähigen Frauen wirkt sich ebenfalls negativ auf das Bundesland aus. So drückt sich dieser Verlust Mitte der 1990er Jahre bis Ende der 2000er Jahre noch durch Abwanderung aus, seit den 2010er Jahren wirkt auch ein demografischer Effekt – auf den wir später noch einmal zu sprechen kommen. Genug mit Zahlen und Fakten. Warum will man denn eigentlich nach Sachsen-Anhalt ziehen und warum will man vielleicht auch unbedingt weg von hier.

Zwei der vielen Tausenden Menschen, die jährlich das Bundesland verlassen und herziehen sind Henry und Melanie. Henry ist Anfang 20 und hat gerade seine Ausbildung abgeschlossen. Melanie dagegen ist Mitte 30 und arbeitet als Kinderpsychologin. Zwei Menschen an unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben, doch eine Gemeinsamkeit verbindet sie – ihr Wohnort Magdeburg. Melanie ist vor etwa 15 Jahren in die Landeshauptstadt gezogen und hat hier ihren festen Wohnsitz gefunden. Henry ist in Sachsen-Anhalt aufgewachsen und strebt jetzt danach, seine Heimat zu verlassen.

Die Gründe, warum man sich hier niederlässt oder wegziehen will, könnten bei Melanie und Henry nicht unterschiedlicher sein. Melanie erzählt, dass sie in Sachsen-Anhalt die vielseitige Natur und Kultur genießt. Henry spricht vom genauen Gegenteil. Er bedauert den großen Abbau im Kulturbereich sowie die vielen Regelungen für Veranstaltungen und Kollektive. Deshalb zieht es ihn jetzt ins Nachbarbundesland. Sachsen – genauer gesagt Leipzig – scheint Henrys Vorstellungen eines geeigneten Wohnortes besser zu entsprechen.  Er verspricht sich ein ansprechenderes Angebot an Konzerten, Subkulturen und Veranstaltungen. Ob und wie das Kulturangebot in Sachsen-Anhalt ausreicht, mögen wir uns nicht anmaßen. Was aber sicher zu sagen ist, ist der Fakt, dass in Großstädten das Kulturangebot deutlich größer ist. Und davon hat Sachsen-Anhalt nun mal nicht viele.

Raumordnung- und Planung

Ob eine Stadt oder eine Gemeinde kulturelle Angebote erbaut, wird natürlich nicht willkürlich entschieden. Dies wird per Raumordnung geregelt, diese stellt Raumordnungspläne auf, in denen Fragen geklärt werden, ob z.B. eine Hochschule, ein Einkaufszentrum oder ein Theater gebaut wird. Die grundlegende Aufgabe der Raumordnung ist es, die Daseinsvorsorge zu sichern. Also Güter und Leistungen bereitzustellen, die für das menschliche Dasein benötigt werden. Die Raumordnung erreicht ihre Ziele durch Entwicklungspläne. Für das Gesamtgebiet Sachsen-Anhalt gilt der Landesentwicklungsplan (LEP). In kleineren Gebieten gelten nochmal spezifischere Pläne. Zentrale Orte sollen in der Raumordnung Aufgaben übernehmen, die über ihren eigenen örtlichen Bedarf hinausgehen.

Sachsen-Anhalt – und auch alle anderen Bundesländer – werden in Oberzentren, Mittelzentren und Grundzentren unterteilt. Wie die Namen schon sagen, werden sie vor allem der Größe nach sortiert. Wir konzentrieren uns aber auf die Oberzentren. Oberzentren sollen über Einrichtungen verfügen, die den spezialisierten höheren Bedarf der Bevölkerung in ihrem Einzugsbereich abdecken. Dazu gehören unter anderem Universitäten und Hochschulen, Theater und Museen oder auch Sportstadien. Also Einrichtungen, die für Menschen wie Henry eine Stadt attraktiv machen.

In Sachsen-Anhalt gibt es aber nur drei Oberzentren, die Landeshauptstadt Magdeburg sowie die kreisfreien Städte Halle (Saale) und Dessau-Roßlau. Im bundesweiten Vergleich landet Sachsen-Anhalt mit drei Oberzentren nur vor den Stadtstaaten und dem Saarland. Die Beliebtheit in Oberzentren zu ziehen, spiegelt sich nicht nur in den Wanderungszahlen wider. 2024 wurden in Sachsen-Anhalt 94.677 Zuzüge verbucht. 32.552 oder 34,4% dieser Menschen, die hierherziehen finden in ihren neuen Wohnort in einem der drei Oberzentren. Das erkennt auch die Bevölkerungsprognose in ihren Annahmen. Durch den deutlich stärkeren Rückgang der Bevölkerung im ländlichen Raum soll der Anteil der Oberzentren an der Gesamtbevölkerung aus dem Jahr 2022 von 25,4% bis 2040 auf 26,1% ansteigen.

Neben dem Problem, dass sich die Bevölkerung immer mehr in den großen Ballungszentren sammelt, ist das die schwindende Bevölkerung immer älter wird. Die geringen Fertilitätsraten wurden schon benannt. Dazu kommt, dass in Folge der Covid-Pandemie nicht nur das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt, sondern auch das Statistische Bundesamt eine steigende Lebenserwartung voraussagen. Das führt zu einem stark beschleunigten demografischen Wandel, der das Land altern lässt.

Schaut man wieder auf die Zahlen ergibt sich ein klares Bild. Geht man vom Basisjahr der Bevölkerungsprognose 2022 aus, so gab es in diesem Jahr 1.260.137 Bürger im erwerbsfähigen Alter (20-67 Jahre). Demgegenüber stehen 890.102 Personen, die nicht erwerbsfähig sind. Bis 2030 soll die Zahl derer, die nicht erwerbsfähig sind steigen. Die Anzahl der 20–67-Jährigen im Jahr 2030 soll bei 1.100.688 liegen. Im letzten Jahr der Prognose 2040 zeichnet sich ein noch drastischeres Bild, 985.856 Menschen im erwerbsfähigen Alter stehen dann 842.185 Nichterwerbsfähigen gegenüber. Von diesen 842.185 werden dann 281.114 unter 20 Jahren alt sein und 561.070 über 67. Das heißt in der Quintessenz 66,6% aller Menschen im nicht erwerbsfähigen Alter werden es auch nie mehr werden. Kurz gesagt die Bevölkerung wird immer älter.

1990 lag das Durchschnittsalter noch bei 38,4 Jahren, im Basisjahr 2022 lag der Durschnitt nach der SIKURS-Methode bei 48,1 Jahren und 2040 wird laut der 8. Regionalisierten Bevölkerungsprognose das Durchschnittsalter um weitere 1,8 Jahre auf dann 49,9 Jahre steigen. Den höchsten Altersschnitt soll im Jahr 2040 der periphere Bereich aufweisen, mit jeweils 51,9 und 51,8 Jahren sind das der Landkreis Wittenberg und der Altmarkkreis Salzwedel.

Die demografische Entwicklung Sachsen-Anhalts verläuft extrem schnell. Junge Menschen im erwerbsfähigen Alter wie Henry fokussieren sich auf kreisfreie Städte, die die größte Zuwanderung genießen. In der Zuwanderung dieser jüngeren Altersgruppen verliert Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung stark. Gepaart mit einem großen Verlust an Frauen, die ihre Familie in Sachsen-Anhalt gründen wollen, führt dies zu einer umgekehrten Alterspyramide seit 1990.

Während die Wiedervereinigung 1991 vieles verbessert hat, hat sie die Einwohnerzahl Sachsen-Anhalts in einen freien Fall gestürzt – mehr als 50.000 Einwohner*innen hat das Bundesland zwischen 1991 und 2000 verloren. Auch wenn diese Zahl im Vergleich zu Sachsen-Anhalts ungefähr zwei Millionen Einwohnern eher klein scheint, kann ein solcher Trend gravierende Folgen für das Leben in Sachsen-Anhalt haben. Erst 2015 sehen die Zahlen wieder positiv aus. Seit 2015 scheint Sachsen-Anhalts Einwohnerzahl stetig zu wachsen. Der gesamte Wanderungssaldo von 1991 bis jetzt ist sogar mit rund 32.000 weit im positiven Bereich.

Hierbei sollte man aber beachten, dass der Großteil der Zuzüge seit 1991 aus dem Ausland kam, weswegen es schwer ist, damit zu rechnen, wie lange aus dem Ausland zugezogene Menschen vorhaben, in Sachsen-Anhalt wohnhaft zu bleiben.

Geburtendefizit, die Bevölkerung sinkt und altert – klingt alles negativ behaftet. Aber welche Folgen hätten die Prognosen der 8. Regionalisierten Bevölkerungsprognose. Ganz offensichtlich ist, mit steigendem Alter und immer weniger erwerbsfähigen Menschen, droht ein Fachkräftemangel. Sachsen-Anhalt wird für hier angesiedelte Unternehmen immer weniger attraktiv, da sowohl zahlenmäßig als auch fachlich das Personal fehlt. Das heißt im Umkehrschluss natürlich auch verringerte Karrieremöglichkeiten für den Arbeitnehmer, der sich anderswo bessere Chancen im Beruf ausmalt. Die Kosten der öffentlichen Daseinsvorsorge steigen mit der Abnahme der Bevölkerung und der Veränderung ihrer Struktur. Ebenso sinkt mit weniger Einwohnern auch der Bedarf an Schulen oder kulturellen Einrichtungen, die dann im schlimmsten Fall geschlossen werden müssen. Weniger kulturelles Programm, weniger lebendigere Großstädte haben wir schon gelernt, hält junge Menschen wie Henry davon ab, ihr Leben in Städten wie Magdeburg fortzusetzen.

Das Land Sachsen-Anhalt will dagegen vorgehen. Mit einem neuen Landesentwicklungsplan soll auf die zukünftigen Herausforderungen reagiert werden. Für Sachsen-Anhalt wurden sieben Megatrends mit raumordnerischer Relevanz festgestellt: Globalisierung und Regionalisierung, Mobilitätsbedarf, Klimawandel, Transformation der Energieversorgung, Verlust der biologischen Vielfalt und Schutz der natürlichen Ressourcen, demografischer Wandel sowie die digitale und gesellschaftliche Transformation. Auf die Herausforderungen wird also mit einer Neuaufstellung des LEP reagiert.

Inwiefern die Maßnahmen des neuen LEPs den Prognosen des Statistischen Landesamtes entgegenwirken, erklärt Alexandra Greiner. Sie ist Referentin für Landesentwicklungsplanung und Europäische Raumentwicklung beim Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt. Auch sie spricht den Mobilitätsbedarf an. Nicht jedes Grundzentrum kann das gleiche Angebot haben wie die Oberzentren. Um einer Kulmination der Bevölkerung in den großen Städten etwas entgegenzusetzen, müssen kleinere Gemeinden besser angebunden sein. So steht es auch im Grobkonzept des LEP, „um gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilräumen des Landes zu fördern, ist eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung in den zentralen Orten als Versorgungskerne zu gewährleisten. Dabei geht es nicht um eine flächendeckende gleichwertige Ausstattung, sondern um einen angemessenen Zugang zu den Einrichtungen der Daseinsvorsorge im Einzelfall. Die Erreichbarkeit von Infrastrukturen stellt dabei einen zentralen Aspekt dar“.

Zur Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse gehört auch bezahlbarer Wohnraum. Dieser Meinung ist auch Frau Greiner. Der Rückgang von Haushalten gerade im ländlichen Raum führt zu immer mehr Leerständen laut Wohnungs- und Mietmarktbericht des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales. So betrug die Leerstandsquote im Jahr 2022 8,9%.

Das immer steigende Alter der Bevölkerung ruft das Bedürfnis von barrierearmen und betreutem Wohnraum hervor. Dieses Bedürfnis ist in Anbetracht der vielen Altbauten im Land eine besondere Herausforderung.

Frau Greiner sieht die Wohnraumsituation in Sachsen-Anhalt aber auch als Chance. So sind hier Mietpreise noch nicht auf dem Niveau von vielleicht attraktiveren Städten wie Berlin oder Leipzig. Zudem müsse man es schaffen junge Menschen, die hier studieren mit diesem Mietangebot davon zu überzeugen, Sachsen-Anhalt nicht nur als Zwischenstation zu betrachten, sondern nach abgeschlossener Ausbildung oder Studium hierzubleiben.

Als wir Melanie fragten, ob sie vorhat, noch lange in Magdeburg zu wohnen, erzählte sie, dass sie es zwar schade findet, so weit weg von ihrer in Hessen wohnenden Familie zu sein, aber dass Magdeburg mittlerweile ihre Heimat sei und sie mit Partner, Freunden, Hobbys, Wohnung und Beruf fest in Sachsen-Anhalt verankert sei. Henry hingegen fühlt sich von dem Plan, mal in einer anderen Stadt, in der er nicht schon fest verwurzelt ist, zu wohnen, sehr verlockt.

Vergleich mit Nachbarbundesländern

Wie sieht es denn in einigen der Nachbarländer aus? Verlieren Sachsen und Brandenburg auch ihre Einwohner? Zuerst muss gesagt sein, dass diese beiden Länder eine Vorausberechnung für ihre Bevölkerung machen, die in mehreren Varianten gerechnet wird.

Die Brandenburger Bevölkerung soll gemäß der mittleren Variante anwachsen. Für das Jahr 2040 werden 2,57 Millionen Einwohner vorausberechnet, das wären 0,7% oder 17.000 mehr als die 2,55 Millionen Einwohner aus dem Jahr 2023. Das liegt daran, dass die Zuwanderung weiter das Geburtendefizit übertrifft. Ähnlich wie in Sachsen-Anhalt fehlt in folgende der Wende und dem Wegzug vieler Frauen in der Gegenwart, wie in der Zukunft eine Gruppe an Frauen im Alter, um eine Familie zu gründen. In der Wanderung profitiert das Land ebenfalls wie Sachsen-Anhalt vor allem aus dem Ausland, aber eben auch aus der Bundeshauptstadt Berlin. Auch ähnlich verhält sich der demografische Wandel. Im Jahr 2040 sollen 29,7% der Bevölkerung über 65 Jahren alt sein. In Sachsen-Anhalt sollen 2040 sogar 30,7% der Bevölkerung über 67 Jahre alt sein.

Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen rechnet in drei Varianten. In allen drei Varianten wird bis 2040 von einem Bevölkerungsverlust ausgegangen. Zum Jahresende lebten in Sachsen etwa 4,04 Millionen Menschen in der drastischsten Variante wird 2040 von 3,73 Millionen Einwohnern ausgegangen, also einem Verlust von 7,8 Prozent oder 315.800 Einwohnern. Die Spanne des Altersdurchschnitts der sächsischen Bewohner 2040 reicht in den drei Varianten von 46,9 Jahren bis 48,4 Jahren. Alle drei Varianten sagen also die Bevölkerung sei 2040 immer noch jünger als die in Sachsen-Anhalt. Dies spiegelt sich auch in der Zahl der über 67-jährigen wider. Der Anteil dieser soll am Ende der Vorausberechnung 27% betragen.

Die Zukunft sieht also alt aus und mit deutlich weniger Einwohnern pro Quadratkilometer.

Zu Uns:

Bjarne Stocksmeyer ist Journalismus-Student im 5. Semester an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Wenn Sie Fragen zu Zahlen, Recherche oder der Geschichte haben erreichen Sie ihn unter bjarne.k.stocksmeyer@stud.h2.de.

Roman Dreessen ist Journalismus-Student im 5. Semester an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Wenn Sie Fragen zu den Protagonisten, Recherche oder der Geschichte haben erreichen Sie ihn unter Roman.Dreessen@stud.h2.de.